Die Strände der Südküste: wilder, wärmer, leerer
Von Easy Crete Transfer Team
Überqueren Sie das Gebirgsrückgrat Kretas, und die Insel ändert ihren Charakter vollständig. Die Südküste blickt auf das Libysche Meer, das nächste Festland ist Afrika, und die Pauschalreise-Infrastruktur des Nordens hat es nie über die Pässe geschafft. Stattdessen bekommen Sie Strände vor Klippen und Tamarisken, Wasser, das ein, zwei Grad wärmer und mehrere Nuancen klarer ist, und eine Saison, die früher beginnt und später endet als überall sonst in Griechenland. Der Eintrittspreis ist schlicht die Anreise: Jeder Südstrand verlangt eine bewusste Fahrt.
Der Südwesten: Plakias bis Preveli
Der Abschnitt südlich von Rethymno packt die meiste Vielfalt in die wenigsten Kilometer. Plakias selbst hat einen Kilometer Sand mit Bergen dicht dahinter, und in kurzer Fahrweite liegen Damnoni und Ammoudi, ein Buchtenpaar mit absurd klarem Wasser. Die Hauptattraktion ist Preveli, wo ein palmengesäumter Fluss unterhalb des Klosters auf das Meer trifft; der steile Pfad hinunter filtert die Menschenmassen, und der Preveli-Guide erklärt, wie man es richtig macht. Diese Ecke trägt einen ganzen Urlaub, und ein direkter Transfer vom Flughafen Heraklion nach Plakias dauert etwa eine Stunde und 45 Minuten über die Berge, eine spektakuläre Fahrt für sich.
Das Zentrum: Matala bis Agia Galini
Die Messara-Küste trägt die Geschichte des Südens. Die Sandsteinhöhlen von Matala beherbergten römische Gräber und dann die Hippies der 1960er, und der Strand darunter bleibt einer der stimmungsvollsten Badeplätze der Insel. Kommos, gleich nördlich, ist ein langer wilder Bogen mit minoischen Ruinen hinter den Dünen und im Sommer markierten Nestern der Unechten Karettschildkröte. Agia Galini stapelt seine weißen Häuser über einem kleinen Hafen und passt zu Reisenden, deren Strandtage mit einem richtigen Abendessen am Wasser enden sollen.
Der Südosten: Ierapetra bis Makrigialos
Europas südlichste Stadt, Ierapetra, verankert eine Küste, die von April bis November schwimmbar bleibt. Vor der Küste liegt die Insel Chrissi mit weißem Sand und Zedern, erreichbar per Saisonboot. Weiter östlich bieten Myrtos und Makrigialos das sanfteste Wasser der gesamten Südküste, und die gemächlichen Dörfer drumherum behandelt unser Guide zum Südosten Kretas.
Der straßenlose äußerste Westen
Jenseits von Hora Sfakion lösen sich die Strände ganz vom Straßennetz. Sweetwater und Marmara erreicht man per Boot oder Küstenpfad, in Glyka Nera sprudeln Süßwasserquellen durch die Kiesel, und Agia Roumeli belohnt Schluchtenwanderer mit einem Bad an der Ziellinie. Die kleinen Südküstenfähren verbinden in der Saison alles miteinander.
Die Südküste richtig lesen
Zwei praktische Wahrheiten prägen jeden Besuch. Erstens der Wind: Wenn der Meltemi an der Nordküste am stärksten bläst, ist der Süden oft ruhig, doch der Süden hat seine eigenen heißen Südwindtage, an denen das Meer rau wird, bleiben Sie also flexibel. Zweitens der Transport: KTEL-Busse fahren nur wenige Male am Tag in den Süden, bauen Sie Ihre Tage also um einen Mietwagen oder einen vorab organisierten Transfer herum statt um einen Fahrplan, der vielleicht nicht mitspielt. Bekommen Sie diese beiden Dinge richtig hin, gehört Ihnen die bessere Hälfte Kretas weitgehend allein.